Content-Farm

Bei einer Content-Farm handelt es sich um die Plattform eines Internetunternehmens, über die massenhaft Texte ins WWW eingestellt werden. Für diese Plattform wird zu einer breit gefächerten Themenpalette Content (Inhalt) – also in erster Linie Texte und Videos – von einer Vielzahl freier Autoren kreiert, um so Werbeeinnahmen durch das Einblenden von Anzeigen  der Seite zu generieren. Eine aktuell sehr bekannte Content-Farm ist Demand Media. Hier werden Suchanfragen von Internetnutzern analysiert und daraus ein Informationsbedarf abgeleitet. Zu häufigen Suchanfragen werden dann Texte produziert, um künftig Such-Traffic zu diesem Thema auf die eigenen Seite zu leiten. Ähnliche Ansätze verfolgt beispielsweise auch AOL.

Content-Farm aus Sicht des Texters

Sie finden im Internet als Content-Farm zweierlei Modelle vor: Zum einen die Variante, bei der ein Verfasser von Online-Texten sein Geld durch die Umsatzbeteiligung an den Werbeeinnahmen verdient. Die thematische Auswahl bleibt dabei dem Texter überlassen; zum anderen besteht die Möglichkeit, auf Festpreisbasis Aufträge mit einem genauen Briefing abzuarbeiten, also anhand konkreter Vorgaben zu schreiben. Die einzelnen Content-Farmen folgen dabei in der Regel entweder dem einen oder dem anderen Geschäftsmodell. Bei der Variante der Umsatzbeteiligung ist der Verdienst naturgemäß stärker schwankend, da Sie als Autor dabei nur Geld verdienen, wenn Ihr Text auch tatsächlich aufgerufen wird und somit Werbeeinnahmen für die Content-Farm generiert. Die Bezahlung auf Festpreisbasis wird von manchen Autoren allerdings als sehr niedrig bezeichnet. Für den Texter ist die Content-Farm neben der Selbstbeschaffung von Aufträgen und der Inanspruchnahme der Auftragsvermittlung durch einen so genannten Content-Broker die dritte Möglichkeit, mit dem Erstellen von Texten im Internet Geld zu verdienen.

Hochwertiger Content mit Mehrwert für den Leser?

Content-Farmen wie Demand Media decken einen praktisch unbegrenzten Themenbereich ab und versuchen sich so an eine möglichst breite Zielgruppe zu richten. Die Texte sind dabei generell eher auf langfristiges Interesse ausgerichtet. Tagesaktualität ist nicht das Ziel und oft sogar ausdrücklich unerwünscht. Bedienungsanleitungen und Ratgeber sind sehr häufig vorkommende Textformen. Allerdings stehen die Anbieter durchaus auch in der Kritik, dass auf ihren Plattformen kein hochwertiger Content mit einem Mehrwert für den Leser vorrangig sei, sondern vor allem Texte von durchschnittlichem Informationsgehalt und mit eher geringem Mehrwert für den Leser zu finden seien. Die Einschätzung, was hochwertiger Content ist, ist nicht formelhaft zu treffen und wird von den Lesern der Texte vorgenommen.
Suchmaschinen wie Goggle sehen Content-Farmen mit minderwertigem content nur ungeren und versuchen daher, sie bei Ihren Suchergebnislisten nicht oder nur an nachrangigen Positionen zu berücksichtigen. Als Beispiel für eine schlechte Content-Farm ist mit Unterstütuzng einer großen Suchmaschine die Content-Farm Persiflage The Content Farm entstanden. Dieser deutliche Wink mit dem Zaunpfahl sollte so manchem Content-Farmer zu denken geben.

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