Keywordphrasen geschickt einbinden und Flexionen vermeiden

 Beim Schreiben von suchmaschinenoptimierten Texten verzweifelt man oft an den Vorgaben, die durch – auf den ersten Blick – merkwürdige Keywordphrasen entstehen. Die Keywordvorgaben orientieren sich an „vermutlich von Suchenden bei Suchmaschinen eingegebene Phrasen“. Leider sind das oft Fragmente, die man nur schwer in einem grammatikalisch korrekten Satz unterbringen kann.

Oft stellt sich daher die Frage, ob man nicht auch Flexion oder Ergänzungen verwenden kann, um die Keywordphrasen im Text besser unter zu bringen. Etwas weiter gedacht könnte man auch fragen, ob man nicht auch sogenannte „Stoppwörter“ wie „in“, „an“, „auf“, „und“, „der“, „die“, „das“ quasi schadlos hinzufügen kann, da diese von den Suchmaschinen herausgefiltert werden.

Leider sind all diese Variationen der Keywordphrase nach Möglichkeit zu vermeiden, denn  Suchmaschinen setzen zwar Stemming-Techniken ein, die Wörter auf den Wortstamm reduzieren und filtern tatsächlich Stoppwörter heraus. Ein „exakter“ Treffer wird aber immer noch höher gewichtet als ein „angepasster“. Insofern haben solche Vorgaben definitiv ihre Berechtigung.

Sucht man (was wahrscheinlich ist) nach „private krankenversicherung billig„, wird ein Text der den Satz enthält „Ob eine private krankenversicherung billig ist, sieht man meist erst auf den zweiten Blick“ im Suchergebnis höher eingestuft als „Bei uns finden sie billige private Krankenversicherungen“ , obwohl die zweite Seite  inhaltlich evtl. sogar ehr das bietet, was gesucht ist: ein Angebot und nicht etwa eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema.

Höchtwahrscheinlich finden sich auch SEOs, die andere Begründungen dafür haben, vermutlich  aber zu dem gleichen Schluss kommen. Fakt ist, dass solch exakte Keywordvorgaben nach „der herrschenden Meinung“ notwendig und effektiver sind.

Wer oft suchmaschinenoptimierte Texte mit Keywordvorgaben schreibt, sollte sich ein paar Formulierungen zurecht legen, mit der häufige Kombinationen wie „Produkt online bestellen“ oder „Produkt billig“ in grammatikalisch korrekten, und möglicherweise sogar anregend zu lesenden Texten untergebracht werden können. Die oben gezeigte Formulierung zu „private Krankenversicherung billig“ ist so ein Beispiel.

Die Keywordphrase „USA Flüge“ ist auf nur auf den ersten Blick schwer zu verarbeiten. Es drängt sich ja geradezu auf die Phrase in „Flüge in die USA“ umschreiben zu wollen. Dabei gibt es zahlreiche Varianten, die die ursprüngliche Phrase enthalten können:

– Wer für seine Reise in die USA Flüge bucht…
USA Flüge sind mittlerweile wieder günstig zu haben…
– Wer seine USA Flüge über ein Reisebüro bucht
– Ein Großteil der USA Flüge startet in Deutschland um die Mittagszeit

Auch bei der Kombination von Keywordphrasen sollte man Abwechslungsreich vorgehen und nicht immer die gleichen Formulierungen verwenden. Sind beispielsweise die Keywordphrasen „Produkt XYZ“und „Hersteller ABC“ vorgegeben, sollte man statt dreimal „Das Produkt XYZ von Hersteller ABC“ zu schreiben varirien:

– Das Produkt XYZ von Hersteller ABC
– Das Produkt XYZ aus dem Hause Hersteller ABC
Das von Hersteller ABC vertriebene Produkt XYZ

Generell  gilt: Keywordvorgaben sind oft lästig, haben aber aus Sicht des Suchmaschinenoptimierers, der den Text beauftragt, durchaus ihren Sinn. Texte sind jedoch nur brauchbar, wenn auch Menschen als Leser ins Visier genommen werden. Grammatikalisch falsche Sätze sind daher ebenso wenig zu tolerieren wie ständige Wiederholungen der gleichen Formulierungen. Wer sich eine kleine Sammlung von Formulierungen zurecht legt, kommt auch schnell mit sperrigen Keywordvorgaben zurecht. Kleiner Tipp: Einfach mal nach einer vorgegebenen Keywordkombination im Internet suchen und nachlesen, welche Formulierungen auf den am besten positionierten Seiten zu finden sind. Aber Vorsicht: Nicht einfach stumpf Sätze kopieren, um keinen „duplicate content“ zu fabrizieren. Eventuell einfach die Anfrage inhaltlich abwandeln und satt USA Flüge nach Asien Flüge suchen.

Einen guten Artikel zum Thema „SEO-Texte richtig texten“ findet man in der Zeitschrift Suchradar.

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